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Dank finanzieller Unterstützung durch den Kanton und zahlreicher Sponsoren konnten in Heiligkreuz zwei neue Angebote verwirklicht werden, die den im Jahr 2000 erbauten Seelensteg und den Märliweg «Wurzilla» ergänzen und wie diese zum «Kraft tanken» einladen. Gut fünfzig Leute folgten der Einladung der Pflegschaft Heiligkreuz und der Einwohnergemeinde Hasle. Sie versammelten sich am frühen Nachmittag vor der «Schür» in der Nähe der 1593 erbauten Wallfahrtskirche, um der Einweihung und Präsentation von Kraftbaum und Gesundheitspfad beizuwohnen. Da schon bald dunkle Wolken aufzogen, machten sich die Frauen, Männer und Kinder nach einem Erfrischungstrank und der musikalischen Einstimmung durch das Bläserensemble der Musikschule Hasle zügig auf den Weg. Nach zirka 15 Minuten Fussmarsch hinunter zum «Schürli» auf der Viehweide unterhalb der Wallfahrtskirche tauchte das imposante Baummonument auf. Der Baumriese, ein Berg- ahorn, von dem eine geheimnisvolle Kraft ausgehen soll, ist über 300 Jahre alt und hat einen Umfang von mehr als fünf Metern und eine riesige, weit ausladende Krone, unter dessen Blätterdach die Musikschüler nochmals ein Ständchen brachten. Bequeme Holzbänke zum Ausruhen säumten den Platz. Pater Zackarias aus Hasle, der den Auftrag hatte, den Kraftbaum einzuweihen, erinnerte in seiner Ansprache an Franz von Assisi, der alle Lebewesen Brüder und Schwestern nannte, weil alle Tiere, Pflanzen und Menschen als Geschöpfe Gottes miteinander verbunden sind. Mit der Einweihung des Baumes soll diese Realität besiegelt und Gottes Segen für seine Schöpfung und uns alle erbeten werden. «Gigantische Vitalkraft» Förster und Waldpädagoge Beat Burren erzählte, wie er mit seinen Mitarbeitern den Bergahorn entdeckte und lud zu einem Rundgang um den Baum ein. So schritt man vom Osten, dem Ort der aufgehenden Sonne, zum Norden und Westen. Dabei wies Beat Burren auf die gigantische Vitalkraft hin, die von einem solchen Baum ausgehe und die auch uns einlade, zu unserer Lebenskraft zu stehen. Im Süden angelangt, «dem Ort der glühenden Mittagshitze», wie Förster Burren sagte, war von dieser nicht mehr viel zu spüren. Fernes Donnergrollen, das immer näher kam, mahnte zum Aufbruch. Während sich die meisten Besucher vor dem nahenden Unwetter zum Apéro in die Scheune flüchteten, wagten sich einige Mutige mit Gesundheitsberaterin Marie-Luise Wicki auf den neuen Gesundheitspfad in der Nähe des Seelenstegs im Hundsboden, unterhalb Heiligkreuz. Angesagt war, barfuss den originellen Fusswegweisern folgend weichen Waldboden zu spüren und am Ende des Weges, im kühlen Nass der Biberen, zu kneippen. Das fiel dann aber buchstäblich ins Wasser, weil Blitz, Donner und heftige Regengüsse die kleine Schar zum Rückzug trieben. Die meisten werden sicher wiederkommen um Körper und Seele aufzutanken.
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Pater Zackarias bei der Einweihung des Kraftbaumes auf Heiligkreuz.
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